GRUPPE FÜR TRAUMATISIERTE PATIENTEN

Ein psychisches Trauma kann erleiden, wer eine Lebensphase oder ein Ereignis mit katastrophalem Ausmaß miterlebt oder beobachtet hat. Dies können Unfälle, Überfälle, Missbrauch, Naturkatastrophen, Krieg, Folter oder Ähnliches sein. In vielen Fällen resultiert aus der traumatischen Erfahrung eine sogenannte posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), welche sich in Flashbacks, sich aufdrängenden inneren Bildern, Angespanntheit, Depression, Ängsten und Vermeidungsverhalten u.a. äußert. In unserem MVZ bieten wir Patientinnen und Patienten mit diagnostizierter posttraumatischer Belastungsstörung eine Kombinationsbehandlung aus Einzel- und Gruppentherapie (Kognitive Verhaltenstherapie) an. Die Traumabehandlung wird von unserer Traumaspezialistin Frau Dipl. Psych. Marie Lackhoff ambulant in unserem Zentrum in Sachsenhausen durchgeführt.

Inhaltlich umfasst unsere Traumabehandlung besonders die folgenden Therapiebausteine:

Gruppentherapie:

  • Psychoedukation zum Thema „PTBS“, Traumagedächtnis, Traumatherapie
  • Vorbereitung auf Expositionstherapie (Traumakonfrontation): Erläuterung der Teufelskreise, die die Störung aufrechterhalten, Sammeln und Auffinden von Vermeidungsverhaltensweisen, Erklärung des therapeutischen Vorgehens in der Traumaexposition
  • Eintrainieren von „Skills“ (Techniken zur Emotion- und Stressregulation)
  • Abbau von Dissoziation (=Abdriften, „Erstarren“, in „Trance“ verfallen bei Triggern) durch Training antidissoziativer Techniken
  • Psychoedukation zu Begleitproblemen, wie Angst, Vermeidung, Depression, Trauma etc.

Einzeltherapie:

  • Traumaexposition: Narration (Erzählung) der traumatischen Ereignisse in Gegenwartsform unter Verzicht auf emotionale und kognitive Vermeidungsverhaltensweisen, ggf. unter Einsatz von EMDR-Techniken.
  • Aufarbeitung der emotionalen, physischen und sozialen Folgen
  • Abbau von kognitivem, emotionalem und verhaltensbezogenem Vermeidungsverhalten
  • Schrittweises „Zurückerobern“ des eigenen Lebens, Erweiterung des Handlungsspielraums, Wiedererlangung sozialer Teilhabe
  • Ggf. kognitive Neubewertung des Erlebten und Lernen von Akzeptanz

Die Therapie findet mit einer Stundenfrequenz von 1-3 Therapiestunden pro Woche sowohl vormittags als auch nachmittags und abends statt. Unsere Therapiegruppen bestehen aus ca. 4-7 Patienten/Patientinnen, die über einen längeren Zeitraum zusammenarbeiten. Einzelstunden finden begleitend in größeren zeitlichen Abständen statt.

Aufgrund der Abrechnungsgenehmigung mit den gesetzlichen Krankenkassen (Kassenzulassung) steht unser Therapieangebot vornehmlich gKV- Patientinnen und Patienten zur Verfügung.

Gern beantworten wir eventuelle Fragen auch telefonisch oder per Email.